Salzstand mit dem Rathaus

Jules Vleugels, Christel Vleugels, Gisela Goldmann (v. l.) vertraten Rheine am Stand direkt vor dem Rathaus in Rostock. Es fehlt Helmut Goldmann.

Infos über Rheine vor gotischer Kulisse

Rheine vertreten beim 38. Internationale Hansetag

Von Jules Vleugels in der MV am 13. Juli 2018

Rheine/Rostock. Vor der malerischen Kulisse Rostocks vertraten jetzt Mitglieder des Fördervereins Saline Gottesgabe die Stadt Rheine. Anlässlich des Internationalen Hansetages informierten sie drei Tage lang an einem Stand über die Emsstadt und die Salzgewinnung.
Den schönen Giebel an der Ecke Münsterstraße/Emsstraße in Rheine könnte man wegen der gemauerten Ornamente leicht für ein örtliches Wahrzeichen der Backsteingotik halten. Dem ist aber nicht so, denn der besagte Giebel ist erst gut hundert Jahre alt und das Mauerwerk zwar handwerklich eindrucksvoll, mit der imposanten Backsteinarchitektur der Gotik aber nicht annähernd vergleichbar. Ein wunderschönes Beispiel von gelungener Handwerkskunst ist das Rathaus der Stadt Rostock – auch wenn der mittelalterliche Bau zu großen Teilen von barocken Vorbauten verdeckt wird.

Mitgliedern des Vereins zur Förderung der Saline Gottesgabe war es vergönnt, in seinem Schatten die Schausiedepfanne des Vereins aufzubauen und Werbung für die Stadt Rheine zu machen. Anlass dazu war der 800. Geburtstag Rostocks, dem am 23. Juni 1218 Stadtrechte verliehen wurden. Als zweiter Geburtstag wurde das 600-jährige Jubiläum als Hansestadt gefeiert. Zu diesem Doppeljubiläum hatte Rostock den 38. Internationale Hansetag ausgerichtet.

Der Giebel an der Ecke Münsterstraße/Emsstraße könnte man wegen der gemauerten Ornamente für einen Vertreter der Backsteingotik halten – so alt wie das Rostocker Rathaus ist er allerdings nicht.

 

Aus 115 Städten waren rund 2000 Delegierte aus 16 Nationen in die Hansestadt gereist und feierten mit den Einheimischen. Auf sieben Erlebnisbereichen und Bühnen wurde eine bunte Vielfalt von Kultur, Kunst, Kulinarischem, Überlieferung und Gegenwart geboten. Außerdem beeindruckten große Stars und Orchester, ein Höhenfeuerwerk mit Lasershow und nicht zuletzt ein kilometerlanger Festumzug.
Nachdem der Oberbürgermeister Roland Methling und Ministerpräsidenten Manuela Schwesig den Startschuss gegeben hatten, beteiligten sich rund 200 Gruppen mit fast 3.000 Personen am Tross. Mit den 120 Delegationen des Hansetags genossen auch die Vertreter der Emsstadt die beschwingte Feierlaune.
Die von den Vertretern der Stadt Rheine mitgeführte Schausiedepfanne fand großes Interesse und sie regte zu mancher Fachsimpelei an, denn auch die bekannten Salzstädte Lüneburg und Halle waren mit Siedepfannen vertreten. Dabei machten die Bentlager Salzsieder keine schlechte Figur, verstanden sie es doch bestens, aus der mitgeführten Sole ein sehr weißes und grobes Salz von gutem Geschmack zu gewinnen, das von vielen Zuschauern gerne mitgenommen wurde.
Zum Schluss von drei beeindruckenden Tage wurde bei der feierlichen Abschlussveranstaltung die Hanse-Flagge an die russische Hansestadt Pskov übergeben. Sie wird 2019 den 39. Hansetag ausrichten.

Foto: Jules Vleugels

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