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Auch Andoni Erkiaga Agirre, Ehrenpräsident der Fundación Valle Salado de Añana, freute sich über das ihm geschenkte Bentlager Salz.

Siedepfanne findet weltweite Anerkennung

Internationaler Kongress zur Wissenschaft des Salzes in Spanien

Von Jules Vleugels in der MV am 26. September 2018

Rheine/Vitoria-Gasteiz. Im spanischen Baskenland fand der nunmehr dritte „Internationale Kongress zur Wissenschaft des Salzes“ statt und Jules Vleugels, 1. Vorsitzende des Fördervereins Saline Gottesgabe, war eingeladen, über die Möglichkeiten der im vergangenen Herbst eröffneten Schausiedepfanne zu referieren.

Unter Schirmherrschaft der rumänischen Hochschule „Alexandru Ioan Cuza Universitatea bin Iași“, deren Präsident Marius-Tiberiu Alexianu die Festrede hielt, hatte die Organisation „Fundación Valle Salado de Añana“ eingeladen. Aus allen Kontinenten waren mehr als 40 Universitäten und wissenschaftlichen Institutionen die Einladung gefolgt. Und in diesen illustren Reihen der Gäste fand sich auch der Förderverein Saline Gottesgabe.

Im Frühling war Jules Vleugels auf den anstehenden Kongress aufmerksam gemacht worden und er hatte in einer Kurzfassung seinen Vorschlag für ein mögliches Referat eingereicht, welches zu seiner Freude akzeptiert wurde. Ihm stand somit nichts mehr im Wege den Flug nach Bilbao und die Weiterreise nach Vitoria-Gasteiz, die Hauptstadt der spanischen Autonomen Region Baskenland, anzutreten. Und er hatte Glück, denn der Himmel strahlte blau. Und das, obwohl die fast 250.000 Bewohner der Stadt sie wegen des, von der nahen Atlantikküste beeinflusste, feuchtmilden maritimen Klimas auch wohl Siberia-Gasteiz nennen. So zeigte die Stadt, dass ihr 2012 zurecht der Titel „Umweltstadt Europas“ verliehen wurde.

Wenn viele Wissenschaftler zusammenkommen, ist ein reges Fachsimpeln Programm und jeder wollte Einsicht in sein aktuelles Projekt geben. In einer Vielzahl von Referaten wurden die verschiedensten Studien vorgestellt. Aus Japan wurde berichtet, wie aus dem Wasser des Stillen Ozeans mithilfe von geothermaler Energie Salz gewonnen wird. Interessant waren auch Vorträge über die spirituelle Bedeutung von Salz im afrikanischen Kamerun, die Rolle des Salzes in den antiken Opferriten der Maya-Kultur oder die Auswirkungen des fehlenden Salzes in den Konföderierten Südstaaten während  des Amerikanischen Bürgerkrieges,  um nur einige Themen zu nennen.

Die von Jules Vleugels repräsentierte neue Schausiedepfanne mit den Möglichkeiten, die überlieferte Methode des Salzsiedens in allen Facetten praktisch vorzuführen, stieß auf großes Interesse. Die besonders großen Salzkristalle, die Vleugels ebenfalls im Gepäck hatte, gaben Anlass, die dazu verwendeten „geheimen“ Zutaten fachlich zu erörtern und ins Gespräch zu kommen.

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war der Besuch eines ganz besonderen Ortes: das Salztal von Añana. Hier wird schon seit etwa 6500 Jahren in flachen Pfannen durch Sonneneinwirkung Salz gewonnen. Platzmangel im Tal hat eine einzigartige terrassierte Kulturlandschaft entstehen lassen. Mehr als 2000 Pfannen stehen auf Stelzen in Reih und Glied in mehreren Etagen über einander. Schmale hölzerne Rinnen führen die natürliche Sole zu den Pfannen und nach einem genauen Verteilerschlüssel dürfen die zahlreichen Eigentümer ihr Quantum entnehmen. Es ist schon ein beeindruckendes Erlebnis, wahrzunehmen welche Anstrengungen frühere Generationen unternehmen mussten, um das lebensnotwendige ‚weiße Gold‘ zu gewinnen.

Die Einwohner des angrenzenden Dorfes fühlen sich auch heute noch eng verbunden mit „ihrer“ Saline“: Ausgelassen feierten sie das Ende der diesjährigen Saison. Traditionell gekleidet und begleitet von den fröhlichen Klängen der Musiker, trugen sie das geerntete Salz nach Hause, tanzten auf dem Marktplatz und luden die Gäste aus aller Welt mit weiblichem Charme zum Mitmachen ein.

Die terrassenförmig übereinander geschichteten Salzpfannen von Añana zeigen, wie mühsam Salz oft gewonnen wurde. In diesem Tal im Baskenland wird bereits seit 6500 Jahren mithilfe Sonneneinwirkung Salz in flachen Pfanne gewonnen.

Foto: Jules Vleugels

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