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Historische Bentlager Gose auf dem Nikolausmarkt

Von Jules Vleugels am 01. Dezember 2019

Ehre wem Ehre gebührt: Es war das Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Dittrich der, zusammen mit seiner Frau Petra, und Hund Leo, unseren Verein auf dem Salz-und Ölmarkt in Salzbergen vertreten hat. Dabei kam er ins Gespräch mit dem ersten Biersommeliers Norddeutschland, Thomas Vogel aus Schüttorf, der einen längst vergessen geglaubten Bierstil, die „Gose“, ein obergäriges Weizenbier, wiederbelebt hat.
Ihren Ursprung hat die Gose in Goslar, ihren Namen von dem kleinen Harzflüsschen das Goslar seinen Namen gab (Gose, lar = Lager an der Gose). Und aus diesem Flüsschen nahmen die Brauer schon im Mittelalter das Wasser für ihr Bier. Dabei entstand ein leicht säuerliches Bier, wie die meisten anderen Bieren auch, weil die Brauer nicht mit der Mikrobiologie vertraut waren. Und in der niedersächsischen Tiefebene kam noch eine ganz besondere Note hinzu, das Salzige, verursacht durch den mineralstoffreichen Boden um Goslar. Aber weil unser Trinkwasser heute von hoher Reinheit ist, muss dem Bier etwas Salz hinzugegeben werden. Zugabe von Koriander ergibt eine angenehme Orangenschalennote.
Jahrhunderte lang war die Gose in der Harz-Region äußerst beliebt, aber mit dem Aufkommen der hellen Lagerbiere geriet sie langsam in Vergessenheit. Fast wäre die „Gose“, eine der ältesten Biere der Welt, die schon 1181 erstmalig erwähnt wurde, gänzlich in Vergessenheit geraten. Bierstil Anfang der Jahrtausendwende wiederbelebte.

Bild Flasche und Glas
Und weil Thomas Vogel gerne neue Wege geht, kam er auf den Geschmack der Gose.  In seiner Grafschafter Bierschule in Schüttorf braut der Biersommelier nur auf Bestellung und zu besonderen Anlässen ganz spezielle Biere. So auch die erstmals und exklusiv für den Förderverein Saline Gottesgabe gebraute „Bentlager Gose“. Sie wird in limitierter Auflage auf dem Nikolausmarkt am Stand des Fördervereins vor dem Pfarrhaus angeboten.
„Die Gose ist ein Bier für dich, wenn du ein leicht saures, salziges und würziges Bier magst, wenn du auf ein Weizenbier mit Koriandernote stehst und wenn du ein quasi wiederbeliebtes Bier ausprobieren möchtest“, heißt es im Internet auf der Seite „Hopfenhelden.de“. Und keine Not, sollte der Vorrat auf dem Nikolausmarkt vergriffen sein, im nächsten Jahr feiert der Förderverein am 17. Mai sein 10-jähriges Jubiläum und da wird es bestimmt eine ganz besondere Neuauflage geben.

Foto: MV Redakteur Matthias Schrief

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